Liebe Bergfreunde, liebe Vereinsmitglieder,

Liebe Bergfreunde, liebe Vereinsmitglieder,

die Coronakrise ist natürlich das Thema Nr. 1, über das schon seit langem überall gesprochen wird. Allerdings möchte ich hier nicht zu tief darauf eingehen, weil es mittlerweile jeden schon ziemlich nervt. Jeder möchte wieder ein normales Leben führen! Aber es hilft nichts, wir müssen irgendwie mit der neuen Krankheit klarkommen!

Uns als Alpenverein bleibt als Veranstalter von Gemeinschaftstouren und Ausbildungskursen nichts anderes übrig, als die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Wir haben mit Hygienekon- zepten in allen Bereichen darauf reagiert. Die Veranstaltungen in geschlossenen Räumen haben wir vorerst abgesagt, denn da wäre das Infektrisiko besonders groß.

So entschlossen wir uns auch schweren Herzens zur Absage des Weihnachtskonzerts mit dem Trientiner Bergsteigerchor „Coro Paganella“ aus Terlago im Wasserburger Rathaussaal.

Die AV-Touren versuchen wir, wenn es vertretbar ist, durchzuführen. Hier können wir nur „auf Sicht fahren“. Gemeinsam draußen unterwegs zu sein ist gerade in dieser Zeit der Isolation sehr wichtig – das ist uns bewußt! Wenn die Abstände eingehalten werden, sehe ich da kaum eine Gefahr der Ansteckung.

Problematisch jedoch ist die gemeinsame Anreise zum Tourenziel, sei es als Fahrgemeinschaft im Auto oder im Bus. Hier gibt es trotz Einhaltung der Regeln ein zusätzliches Risiko. Wie beim stets vorhandenen Restrisiko in den Bergen muß sich jeder selbst überlegen, ob er dieses Zusatzrisiko einer Infektion mit dem Coronavirus in Kauf nimmt. Wenn Zweifel bestehen, ist es besser, nicht an einer Gemeinschaftstour teilzunehmen!
Die Alternative, daß jeder bei AV-Touren einzeln oder als Haus- stand im Auto zum Ausgangspunkt fährt, dürfte hinsichtlich eines umweltbewußten Verhaltens nicht in Frage kommen.

Die Werktagstouren haben wir bislang, so gut es ging, als Busfahrten durchgeführt. Den Teilnehmern und Organisatoren möchte ich ein großes Lob aussprechen, weil sie sich sehr umsichtig verhalten haben!
Mit Mund-Nasen-Schutz im Bus zu sitzen ist nicht angenehm!

Wochenendtouren als Busfahrt gab es seit Anfang März 2020 nicht mehr. Die Skitour am Dachstein war die letzte Tour dieser Art. Diese verlief sehr tragisch, weil wir Teilnehmer zufällig auf dem Hallstätter Gletscher bei einem großen Lawinenabgang dazukamen. Fünf tschechische Schneeschuhgeher hatten am Aufstieg zum Dachsteingipfel vermutlich eine Lawine ausgelöst und waren verschüttet worden. Da sie keine VS-Geräte trugen, konnten sie nur durch zeitaufwändiges Sondieren von vielen Helfern gefunden werden. Leider kam für alle die Hilfe zu spät.

Wir konnten mit vielen engagiertren Tourenleitern wieder ein umfangreiches Programm erstellen. Was wir dann wirklich realisieren können, müssen wir sehen. Trotz der Bedrohung und den Einschränkungen spürt man eine positive Grundeinstellung unserer ehrenamtlich tätigen Touren- und Ausbildungsleiter.
Sie wollen etwas unternehmen, hinaus in die Natur, in die Berge und andere mitnehmen, sie teilnehmen lassen. Deshalb hat dieses Programm einen solch großen Umfang erhalten!

Wir bitten wieder um sehr frühzeitige und möglichst verläßliche Anmeldungen, denn die Quartiere müssen trotzdem gebucht werden. Die Herbergswirte verzichten jedoch meist auf Anzahlungen.

Wir wurden bisher bei Absagen wegen Corona auch vom Busunternehmen Strahlhuber sehr kulant behandelt.
Wir schätzen das sehr und bedanken uns dafür recht herzlich!

Die Organisation von Touren und Kursen mit Übernachtung ist für die Organisatoren sehr schwierig geworden und mit mehr Aufwand verbunden. Wir bitte daher um Verständnis, wenn kurzfristig Änderungen oder Absagen erforderlich sind!

Die Vorstandschaft hat sich entschlossen, die laut Satzung jährlich vorgeschriebene Hauptversammlung vom Februar auf unbestimmte Zeit in die wärmere Jahreszeit zu verschieben. Notfalls könnten wir sie dann irgendwo im Freien abhalten.

Nach wie vor sind wir auf der Suche nach der Möglichkeit, wo wir einen Boulderraum einrichten können. Die Stadt Wasserburg hat dankenswerterweise unser Anliegen aufgegriffen, aber konkret wurde uns noch keine Räumlichkeit in Aussicht gestellt.

Das Team der Kletterer um Lucas Bartholme hat den Betrieb der Kletterwand eigenverantwortlich übernommen. Das läuft sehr gut! Es mußte auch hier wegen Corona einiges anders geregelt werden, z.B. die Bezahlung der Eintrittspreise. An die Ehrlichkeit der Kletterwand-Nutzer muß hier appeliert werden!

Ich kann versichern, wir, die Vorstandschaft, der Beirat, die Mitarbeiterinnen im AV-Büro und die Touren- und Ausbildungsleiter, versuchen, das Vereinsleben im Laufen zu halten!
Dafür spreche ich allen ein herzliches Dankeschön aus!

Bleibt gesund, haltet verantwortungsbewußt und kameradschaftlich durch und kommt immer gut nach Hause!

Mit herzlichen Grüßen
Euer Alpenvereinsvorsitzender
Fritz Gottwald

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