Donnerstagstour 13. Juli 2017: Übergang Schmirn-, Valsertal, Schoberspitzen

Abfahrt 6:00 Uhr Busbahnhof, Zusteigemöglichkeiten gegenüber der Burgerfeldapotheke und in Griesstätt.
Anmeldung heute 15 bis 18 Uhr

Ausgangspunkt: Toldern – Schmirntal, Wildlahlertal (1520rn)

Schwierigkeiten: Überwiegend schöne Steige, kurze Abschnitte schottrig, für Kinder ab 10-12 Jahren geeignet.

Wie zwei große Heuschober erheben sich die beiden Schoberspitzen hinter dem Ramsgrubner See, einem der schönsten Bergseen des Wipptals. Obwohl der kleine, tiefblaue See sehr kalt ist, wagen sich an sehr heißen Sommertagen hin und wieder abgehärtete Schwimmer ins eisige Wasser. Die Bergtour zum Ramsgrubner See und zu den Schoberspitzen verläuft über weite Strecken auf schönen Steigen und sollte für halbwegs ausdauernde Wanderer kein Problem sein. Die Nähe zum vergletscherten Olperer bringt ein eindrucksvolles Panorama mit sich.

ZUM AUSGANGSPUNKT. Sie fahren ins Schmirntal in den Weiler Toldern. Beim kleinen Feuerwehrhaus fahren Sie mit direktem Blick zu Olperer und Fußstein nach rechts ins Wildlahnertal. Nach den drei letzten Bauernhäusern fahren Sie noch ein kurzes Stück weiter bis oberhalb der Felder (Gatter, kurz ungeteerte Straße) und parken im Bereich der Brücke über den Wildlahnerbach.

WEGVERLAUF: Vorn Parkplatz folgen Sie ostseitig (links) dem Güterweg über die Wiesen und erreichen damit am oberen Wiesenrand den gut markierten und beschilderten Steig Nr. 72 „Ramsgrubner See“. Oberhalb der Wiesen queren Sie im freien Gelände (deutlich erkennbarer Lawinenstrich) zum Wald. Über den teils tief ausgetretenen und ausgewaschenen Steig steigen Sie nun im Wald auf. Die Einheimischen bezeichnen den Abschnitt „die Stöcke“, ein Mischwald mit sehr alten Lärchen und zahlreichen Stauden.

Auf knapp 2000m kommen Sie auf die freien, nach Südwesten geneigten Wiesen. Nach kurzem Weg gibt es dort eine Quelle mit hervorragendem Wasser. In optimaler Steigung steuern Sie eine weite Einsattelung zwischen Schönlahnerspitze und Schoberspitzen an. In den Steinblöcken vor dem Sattel gibt es zahlreiche Murmeltiere.

Von der Einsattelung (2300m), dem Grat zum Kaserer Winkl, folgen Sie dem Steig rechts aufwärts und kommen zum Ramsgrubner See (2380m).

Etwas mühsamer zieht nun der Steig in die tiefe Scharte zwischen den beiden Schoberspitzen. Bestiegen wird die westliche Spitze, auf der auch ein Gipfelkreuz steht. In einem Rechtsbogen kommen Sie von der Scharte auf der Wildlahner-Seite (Südseite) problemlos auf die Schoberspitze (2602m). Der Ausblick, vor allem zum nahen vergletscherten Olperer-Fußstein-Massiv, ist beeindruckend, während unter Ihnen wie ein blaues Auge der Ramsgrubner See liegt.

ÜBERGANG ZUR GERAER HÜTTE (2324m): Gehen Sie zurück zur Scharte zwischen den Schoberspit-zen, von hier steigen Sie kurz nach Süden ab und queren auf einem gut sichtbaren Steiglein –erst über eine Schotterreiße, anschließend auf Grashängen unter der Östlichen Schoberspitze – hinüber zur Kleegrubenscharte. Von dort folgen Sie dem Weg 527 weiter nach Süden. Nach einem kurzen Gegenanstieg liegt rechter Hand das „Steinerne Lamm“ (2528m) mit wunderbarer Aussicht auf das Schmirn- und Valser Tal.

Zum Steinernen Lamm können Sie unter Auslassung der Schoberspitzen auch direkt aufsteigen. Wir empfehlen dazu den Steig nördlich des Wildlahnerbaches (orographisch rechts des Baches).
Von dort steigen Sie kurz südlich zur Geraer Hütte ab. Bis zur Hüttenrast müssen Sie mit Gipfel 4, sonst 3 Gehstunden rechnen.

Der Abstieg zum Gasthof Touristenrast (1345m) im Valsertal auf bequemen Steigen erfordert weitere 2 bis 2½ gemütliche Gehstunden, die durch die phantastische Aussicht auf die vergletscherte Bergkette vom Olperer über Fußstein und Kraxentrager verkürzt erscheinen. Das Valser Tal ist Europa-FFH-Gebiet und genießt vor allem wegen seines Reichtums an seltenen Vogelarten höchsten Schutz. Die Erichtung eines Windparks auf dem Sattelberg (am Brenner gegenüber) konnte bisher u. a. mit dem Argument der Gefahr für die Vögel aus dem Schutzgebiet verhindert werden. Zu den übrigen Schönheiten am Weg siehe die Kopie aus dem Buch von Peter Mertz.

Quellen: für den Aufstieg Hubert Gogl, Wipptaler Wanderbuch, Tyrolia-Verlag, für den Weiterweg: Internet und Peter Mertz, Die schönsten Naturwanderungen in Tirol, Ed. loewenzahn.

Informationen zum Valsertal – Autor Peter Mertz

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